„Echte Menschen auf echten Straßen“

Baustellenführungen, Kreativangebote und Workshops rund um die Themen Wohnen und Nachhaltigkeit: Die Teams der Heinrich-Pesch-Siedlung GmbH & Co. KG und der Familienbildung im Heinrich Pesch Haus hatten für den „Tag der offenen Baustelle“ am vergangenen Samstag (08.07.2023) ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Über 200 Interessierte nutzten die Möglichkeit, erstmals das neue Wohngebiet zu erkunden.

„Aus unserer Sicht ist die Siedlung ein einmaliges und herausragendes Projekt“, begrüßte Ernst Merkel, Geschäftsführer der Heinrich-Pesch-Siedlung GmbH & Co. KG, die Besucher*innen. So sei die Heinrich-Pesch-Siedlung (HPS) nicht nur das derzeit größte Projekt in Ludwigshafen, sondern setze auch auf ökologische Nachhaltigkeit und soziale Integration. Dekan Dominik Geiger bezeichnete die geplante Siedlung als „einen Leuchtturm, der in die benachbarten Stadtteile und weit über Ludwigshafen hinaus strahlt.“

„Gut – Zusammen – Leben“

Tobias Zimmermann SJ, Direktor des Heinrich Pesch Hauses, freute sich, dass nach der langen Planungsphase „endlich echte Menschen auf echten Straßen unterwegs“ seien. Unter dem Motto „Gut – Zusammen – Leben“ strebe das Projektteam an, eine lebendige Nachbarschaft in einer ökologisch nachhaltigen Siedlung zu fördern. Die Planer*innen möchten eine vielfältige Gemeinschaft schaffen, in der Menschen unterschiedlichen Alters, Einkommens und religiöser Hintergründe zusammenleben können. Quartiersmanager werden sich um die Anliegen der Bewohner*innen kümmern. „Wir haben die große Vision, dass Menschen hier eine gute Form des Zusammenlebens finden und gute Nachbarschaft leben“, betonte Ulrike Gentner, stellvertretende Direktorin des Heinrich Pesch Hauses. Die über 200 Besucher*innen zeigten sich sehr angetan von dem entstehenden Wohnquartier, das Platz für 800 Wohnungen bietet und für etwa 2000 Menschen ein Zuhause werden wird.

In Workshops und bei Kreativangeboten konnten Erwachsene wie auch Kinder die Visionen und Pläne der Heinrich-Pesch-Siedlung vertiefen. Da ging es um „Wohnen im Alter – Wie geht das?“, um „Zutaten für eine gute Nachbarschaft“ oder die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele in der Siedlung. Kinder und Jugendliche konnten bei der Aktion „Planning for Real“ ihre perfekte Siedlung bauen, Windräder basteln oder Eidechsen fangen – mussten doch vor Beginn der Erschließungsarbeiten die auf dem Baufeld lebenden Eidechsen gefangen und in ein eigens eingerichtetes Eidechsen-Habitat umgesiedelt werden.

Aufsteller visualisieren die Siedlung

Bei den Baustellenführungen erläuterten die Projektverantwortlichen die Baufortschritte auf dem rund 15 Hektar großen Gebiet: So sind die Erschließungsarbeiten abgeschlossen, Leitungen und Kabel verlegt und alle Straßen bereits gepflastert. Ende März wurden 62 Straßenbäume gepflanzt.

In der Heinrich-Pesch-Siedlung werden zudem umfangreiche ökologische Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören etwa Fotovoltaikanlagen, Mieterstrommodell und der Anschluss an das Fernwärmenetz der TWL. In den beiden Parkhäusern ermöglichen jeweils 36 Anschlüsse für Elektro-Autos eine umweltfreundliche Mobilität – weitere können jederzeit installiert werden. Die dazu erforderlichen Trafostationen stehen bereits.

Große Aufsteller auf den einzelnen Baufeldern visualisieren, was hier bald entstehen wird: Mehrfamilien-, Reihen- und Stadthäuser, Mietergärten, eine Kita, ein Begegnungshaus und ein Quartiersplatz. „Für Teile der Siedlung ist eine Genossenschaft geplant“, erläuterte Projektsteuerer Dr. Michael Böhmer. Ernst Merkel rechnet damit, dass die ersten Bewohner*innen Ende 2026/Anfang 2027 einziehen können. Die Fertigstellung der gesamten Siedlung ist für 2029 geplant. Derzeit laufen Verhandlungen mit Investoren.

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